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Donnerstag, 18. Juli 2013

Tour Lyon - Marseille: letzte Etappe: Marseille

Das IBIS Hotel direkt am Bahnhof ist neu und eine gute, recht preisgünstige Adresse. Das Wetter hat sich endlich beruhigt und wir haben einen ganzen Tag Zeit, bevor unser Schlafwagen mit Fahrradplatz nach Straßburg abfährt. Also bummeln wir durch die Kulturhauptstadt Europas und staunen, wie Marseille sich entwickelt hat. Letzte Impressionen von unserem Radtrip von Lyon nach Marseille. Über 800km sind wir gefahren und haben 10 000 Höhenmeter Bergetappen bewältigt. Drei Wochen waren dafür eine sehr bequeme Zeit.

Unsere Strecke  kannst du hier herunterladen:
 
Unser Tourentagebuch gibt es hier:


Unser Film über diese Tour:


















Tour Lyon - Marseille: Etappe O nach St.Mandrier

Der Regen hat nachgelassen. Wir brechen auf, wieder Richtung Cap Bregencon, biegen aber vorher nach rechts ab. Alte Korkeichenwälder stehen dicht an der kleinen Straße. Keiner schält sie mehr.  Da entdecken wir eine riesige, blühende Pflanze mit gezähnten Blättern. Es ist die Lacante molle. Ihre Blätter waren in der Antike Vorbild für die Motive auf den korinthischen Säulen.. Wir fahren durch La Londe des Maures, einen netten Badeort. Ab hier treffen wir wieder auf unseren Fahrradweg auf der alten Eisenbahntrasse .Nun ist er  offiziell  ausgeschildert und ausgebaut. Ohne GPS ist diese zerstückelte Velotrasse aber auch nicht zu finden.  Nach La Londe kommen wir durch Sümpfe und ehemalige Salinen. . Auch durch Toulon durch führt uns der Eisenbahnradweg problemlos.. Easy und schnell kommen wir zur Fähre, die uns rüber bringt nach  St. Mandrier.  Ein hübsches hafenstädtchen gegenüber der Toulonbucht. Wir fahren quer über die Halbinsel zu unserem Campingplatz "Buffalo". Es beginnt wieder zu regnen. Am nächsten Tag ist uns das Wetter wieder hold. Wir wandern um das Cap Sicie auf engen Schmugglerpfaden. Wunderschön. So viel Blumen, so viel Meer, so tolle Buchten. Bis das Gewitter uns wieder einholt und wir völlig erschöpft und nass im Camp ankommen.
Bis Marseille fahren wir dann mit dem Zug am nächsten Tag. Die Fahrt bis zum Bahnhof Toulon wird nass genug.
















Tour Lyon - Marseille: Tour N Rundfahrt durchs Kap Benat bis Fort Bregencou

Auf dem Campingplatz von La Faviere bleiben wir zwei Tage. Es sind schwere Gewitter gemeldet. Trotz des Regens gibt es zwischendurch immer wieder schöne Sonnenphasen. Eine nutzen wir aus, um das Kap Benat zu umrunden.  Herrlich reiche Weinbaudomänen liegen auf dem Weg. Dort, wo der französische Staatspräsident seine Sommerresidenz hat - das Fort Bregencou - machen wir Pause, genießen diesen biblischen Ort und warten, ob Holland auftaucht. Aber es kommen ab und zu nur ein paar Holländer als Touristen vorbei. Wieder sind wir von der Frühlingspracht überwältigt und kaufen uns ein Bestimmungsbuch.












 



 


Tour Lyon - Marseille: Etappe M entlang der Cote d`Azur

Wir nutzen noch mal die heißen Duschen auf diesem Edelcampingplatz auf dem wir immerhin 34 € bezahlt haben. Wir überqueren weiterhin die Halbinsel auf winzig kleinen Straßen und fahren dann auf der Veloroute  Ciclable Littoral bis La Faviere. Diese Veloroute ist eine alte Eisenbahntrasse und geht abenteuerlich entlang der Steilküste. Hier ist sie noch nicht öffentlich, fast ein Mountainbiketrail. Man findet sie auch nicht, wenn man sie nicht vorher dank Openmap ins GPS eingetragen hat. So erwartet uns eine traumhafte  Tour mit gigantischen Blicken aufs azurblaue Meer. Auf den Treppenstufen einer kleinen Kapelle machen wir Mittagspause und verspeisen ein gebratenes Hähnchen aus dem Supermarkt. Genießen das Blumenmeer und den Geruch der Pinien.














 

Tour Lyon - Marseille: Etappe L bis St.Tropez

Als wir morgens im Supermarche einkaufen und uns für den Tag eindecken, treffen wir einen 80 jährigen Deutschen, der sich an seinem Lebensabend hier niedergelassen hat. Er ist auch ein passionierter Biker und war auch schon überall. Er rtr uns von unserer geplanten Tour,  auf kleinen Nebenstraßen durchs Gebirge dem Meer entgegen zu radeln, ab. Sei oft viel zu steil. Seine vorgeschlagene Route ist länger, eine Hauptstraße und wirklich ganz moderat - aber viel Verkehr. Eigentlich bereuen wir, auf ihn gehört zu haben. Endlich - nach langer Abfahrt: das Meer. Wir schieben unsere Räder entlang des Hafens von St.Tropez, schauen uns die Millionenjachten an und finden die Atmosphäre der austernschlabbernden Reichen gar nicht toll. Wir fahren steil die Altstadt hoch, überqueren die Halbinsel nach Norden und erreichen unseren Campingplatz "Les Tourneles". Der ist inzwischen auch ein Luxusferienplatz mit riesiger Poollandschaft und eigentlich nur Häuschen und Wohnmobilabstellflächen. Schön, dass in der Vorsaison noch nichts los ist. Wir finden ein schönes romantisches Plätzchen für unsere Minizelte. Der Boden jedoch ist knallhart, von den Mobilhomes verdichtet.



Tour Lyon - Marseille: Etappe K: über Aups bis Taradeau

Von diesem herrlichen Platz können wir uns kaum trennen. Deshalb fahren wir eigentlich viel zu spät los. Die Hitze ist schon ordentlich. Unterwegs liegen romantisch eingebettet in die hügelige Landschaft Bauernhöfe, die lustige Reklame für ihren Ziegenkäse machen. Wir fahren über Aups. Faszinierend sind die riesigen Eichenplantagen. Eingezäunt. Also: Trüffelanbaugebiet. Vor uns taucht die letzte Bergkette vor dem Mittelmeer auf. Im Tal davor wollen wir nochmal campen. Dann geht's nochmal über diese Berge und wir werden St. Tropez in der Ferne liegen sehn. Ein lustiger Typ führt in Taradeau den Campingplatz und versucht es den großen nachzumachen: Swimmingpool mit Whirlpool - alles da. Er hat einen Narren an uns Radlern gefressen - zeigt uns einen schönen Platz am Bach und besorgt uns sogar einen eiskalten Rosewein. (denn es gibt weit und breit nichts zum Einkaufen)













und schleppt Tisch und zwei Stühle an..

Tour Lyon - Marseille: In der Verdonschlucht

Hier ist es wunderschön. Wir bauen unser Zelt auf einer sanften Wiese des terrassierten Campingplatzes auf. Von hier aus, kann unser Blick über den Stausee und auf die felsbedrängte Schlucht schweifen, hier genießen wir den blutroten Sonnenuntergang, der herrliches Alpenglühen auf die Kalkfelsen zaubert. Der ideale Platz mal einen Tag auszuruhen  und den Waden eine Pause zu gönnen. Statt uns über den Pass zu quälen und nur Auspuffgase zu schlucken und uns über hautnah sich an uns Radlern vorbeischiebenden  Autos und halsbrecherisch überholenden Motorräder zu ärgern, leihen wir uns ein Kajak und paddeln über 3 Kilometer in diese Schlucht hinein. Das ist eigentlich ganz easy, weil das Wasser genau so weit zurückgestaut ist. Nur der starke Gegenwind, der um die Felsen pfeift,  macht den Rückweg etwas anstrengend. Abends genießen wir auf unserem Naturtisch unseren berühmten Salat und eine Flasche eiskalten Rose aus der Gegend.

















Mittwoch, 17. Juli 2013

Tour Lyon - Marseille: Etappe G bis J : nach Manosque, Esparaon du Verdon bis Verdon Schlucht

Nach Rustrel geht's über eine Hochebene immer relativ gemütlich auf und ab. Wir entscheiden uns, die Streckenführung zu ändern. Es soll nicht mehr über Oppette gehen, Biker haben uns erzählt, wie viele Steilstücke da drin sind. Unsere Entscheidung haben wir nicht bereut. Wir fahren auf einer traumhaft schönen Strecke auf einsamen winzigen Straßen. Das erste Mal ist es mittags so heiß, dass wir ein richtiges Mittagsschläfchen an einer romantischen Stelle im Schatten genießen können. Abends zelten wir in Manosque. Eigentlich wollten wir hier einen Tag ausspannen. Aber der Zeltplatz und die Stadt laden nicht dazu ein. Wieder ändern wir am nächsten Tag die vorbereitet Tour. Wir nehmen einen Umweg in Kauf und steuern direkt das Tal der Verdon mit seinen drei Stauseen an, um uns an ihnen entlang bis zur Verdonschluicht vorzuarbeiten. Doch zuerst müssen wir den stinkigen Verkehr um Manosque herum ertragen. Wir quälen uns durch den Verkehr eine kleine Passstraße hoch. Kein Wunder, dass so viele unterwegs sind. In Greoux le Bains ist Markt und alles verstopft. Dann kommt eine Abzweigung und mein Garmin sagt, dass es eine winzige Straße entlang des Stausees gibt. Also nichts wie dort entlang. Die beginnt aber erst mal mit einer schrecklich steilen Rampe den Staudamm hoch. Puhhh! Wir kommen schwitzend in Esparon du Verdon an. Dachten, es wäre nur ein kleines Nest - aber hier röhrt der Tourismus.( natürlich nur der französische), weil dieser letzte der drei Verdonstauseen relativ warm ist . Alles segelt, paddelt, feiert, schwimmt. Der Viersternecampingplatz terrassiert ist super angelegt. Es regnet mal wieder. Wir flüchten gegen Abend in eine kleine Pizzaria und beschließen dort erneut, unsere Pläne umzuschmeißen. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag bis zur Verdonschlucht und dann die spektakuläre weltberühmte Passstraße durch die Schlucht durch. Aber es ist Wochenende und tausende von Fahrzeugen und vor allem röhrende Motorräder verstopfen die Straßen. Die Straße durch die Schlucht ist eng und steil. Wir stellen uns das nicht lustig vor. Also wollen wir am Ausgang der Schlucht bleiben und von da aus gen Süden den Pass umgehen auf einsameren Bergstraßen. Am nächsten Tag fahren wir zum nächsten Stausee. Kommen durch die kleinen Bergnester St. Lauran und Montepezat. Nun fahren wir stundenlang über ein flaches Hochplateau. Irgendwo rechts von uns geht es mehrere hundert Meter tief hinunter zur Verdon und ihren Stauseen. Am Ende des zweiten Stausees, der ab und zu aus der Tiefe auftaucht, geht es abenteuerlich steil (16%) hinab bis Moustiers. Die ist mit ihrem Kloster wie ein Schwalbennest am Ausgang einer Schlucht angeklebt. An der Stelle, wo die Verdon aus dem steilen, tausen meter hohen Felsen austritt, geht eine Brücke auf die andere seite hinüber. Alles hält an und fotografiert in die Schlucht hinein.

























Tour Lyon - Marseille. Etappe F: Montbrun - Rustrel

Jetzt treffen wir auch die ersten Tourenradler. Beim Frühstücksmüsli werden die Informationen ausgetauscht. Dann starten wir mit unseren 20 kg Gepäck in einen traumhaften Tag. Tolle Strecke, Sonne pur , eindrucksvolle Schluchten, blühende Garique, Gerüche, die nur dem Wanderer und Fahrradfahrer vorbehalten sind und - zu unserer immer wieder neuen Begeisterung: prachtvolle, riesige Orchideen.  Wir müssen immer wieder anhalten, um sie und andere Frühlingsblüher zu fotografieren und zu bestimmen. Nebn und immer öfter hinter uns: der gleißende Ventoux. Bald taucht auch der lange Querriegel des Luberon auf, den wir bereits vor einigen Jahren mal umrundet haben. (durchgängig ausgezeichneter Radweg!) Gegen 16h kommen wir in Rustrel an. Der wunderschöne Campingplatz liegt mitten im ehemaligen Abbaugebiet des berühmten Rustrel Ocker.  Ockerbunte Sandsteinformationen wachsen überall aus dem Hang und erodieren zu feinem Sand. Der Campingplatz liegt mitten in einem Eichenhain und ist bergauf terrassiert. Höchst romantisch und um diese Zeit noch fast einsam. Wir wandern durch die Sandstein Hoodoos (so nennt man diese verwitterten Sandmännchen im Bryce Canyon, USA) Unseren inzwischen heißgeliebten Salat genießen wir bei untergehender Sonne im lauschigen Eichenhain.





















 

Dienstag, 16. Juli 2013

Tour Lyon - Marseille: Etappe E St.Fereol - Montbrun

Es regnet nicht mehr. Wir fahren über Nylon und erreichen die Toulourenc Schlucht, dien sich  nördlich des Mont Ventoux entlangschlängelt. Sie beginnt mit einer elend langen Steigung. Viele Motarradfahrer schwingen sich durch die Kurven, entdecken uns, wir wir den Berg hinaufkriechen und strecken voller Bewunderung ihren Daumen in die Höhe. Es regnet zwar nicht mehr, dafür ist es schier unerträglich heiß. Als wir in der Ferne den Kurort Mont Brun erblicken, wie er wie ein Adlernest am Berg klebt, ,entscheiden wir uns,  für heute hier Schluss zu machen. Ein wunderschöner Zeltplatz belohnt diesen Beschluss. Der Platzwirt bringt uns sofort ein kühles Bier. Den sonnigen Spätnachmittag verbringen wir in diesem romantischen Nest, das wie ein Kuhfladen am Berg klebt. Kleine gepflasterte Pfade führen auf immer neue Etagen. Kleine Eingangstüren in die  Häuser täuschen Einstöckigkeit vor, hinten geht's meist noch drei Stockwerke den Fels hinab. In der Ferne grüßt der Mont Ventoux. Seine kahle Kalkfelskuppe leuchtet, als ob sie schneebepudert wäre. Im Supermarchee kaufen wir ein. Wir machen uns frischen Salat, Tomaten, Radieschen, Zwiebeln, drücken eine Zitrone hinein und kippen eine Dose Ölsardinen darüber. Schließlich haben wir keine Ölflasche dabei. Ein guter Trick, den wir daraufhin beibehalten. Das Bistro auf dem Zeltplatz hat noch zu. Also okkupieren wir einen Tisch und Stühle und schlürfen einen leckren Terre Ventoux.







Tour Lyon - Marseille: Etappe D von Die bis St.Fereol

Wir fahren über die Drome in die Vallee  de la Roanne. Ein herrliches, stetig steigendes aber leicht zu fahrendes Tal. Das Wetter ist toll. Die Kalkfelsen- Landschaft der Vercours ist einfach  äußerst abwechslungsreich.. In St.Nazaire machen wir Mittagspause, können gerade noch vor Ladenschluss einkaufen und finden ein romantisches Plätzchen an einer Bachgabelung. Während wir unsere müden Beine ausstrecken und es uns schmecken lassen, können wir beobachten, wie eine Wasseramsel immer wieder durch einen kleinen Wasserfall im Sturzflug durchtaucht, sich dahinter im Moosteppich labt und wieder herausschießt, dabei  von den Wassermassen bis fast auf Wasserspiegel hinabgedrückt wird.  Mitten in diesem Mittagsglück ereilt uns das Schicksal: es beginnt zu regnen und hört nicht mehr auf. Mit regendichter Kleidung verhüllt quälen wir uns die ewig sich hinziehende Schlucht hinauf. In einem Cafe schlürfen wir einen Milchkaffee und wärmen uns daran die Hände. Es erwartet uns ein weiterer Col.  Dann aber werden wir belohnt mit einer überwältigend schönen und spektakulären Abfahrt den trent pas hinunter. Felsüberhänge, Tunnel, auf die Straße einstürzende Wassermassen und eine tiefe Schlucht neben der schmalen fast einspurigen Straße. Aber wir sind,  wie fast überall auf unserer Tour, die wir ausgetüftelt und in Garmin eingespeist haben, nahezu allein unterwegs. In St. Fereol suchen wir uns ein Zimmer. In diesem Regen haben wir keine Lust, das Zelt aufzuschlagen. In der Auberge de trente pas empfängt uns eine sehr freundliche und nette Wirtin, hat einen sicheren Platz für unsere Räder und das Zimmer ist groß genug, damit die nassen Klamotten trocknen können. Wir haben Halbpension geordert und es erwartet uns, wir haben einen riesigen Kohldampf, ein köstliches Menü: Zucchinisuppe, Schweinefilte und Pasta, zum Nachtisch Flan, dazu einen leckeren Krug Rotwein aus der Gegend.








 

Tour Lyon - Marseille: Etappe C bis Die in der Drome

Im Tante Emmaladen neben der Gite kaufen wir ein für unterwegs. Schade, dass diese kleinen charmanten Lädchen inzwischen aus den Dörfern Frankreichs fast völlig verschwunden sind.  Dann 
auf die Räder. Den ganzen Vormittag geht's nur hoch - hoch -  hoch. Unterwegs kommen wir durch Orjol. Nein nicht die Stadt in Russland, wo unsere Partnerschule liegt.  Das Wetter ist weiterhin kühl - aber es bleibt freundlicherweise trocken. Große Erleichterung, als wir endlich auf dem Pass auf fast 1000m angekommen sind. Noch wissen wir nicht, das wir auf dieser Tour über 10 000 Höhenmeter drücken werden. Wieder bestaunen wir eine große Kathedrale - dieses mal vom Zisterzienserorden. Endlich - eine lange, rauschende Abfahrt. Welch Genuss.  Und nun beginnt auch noch die lang ersehnte Mittelmeersonne die Berge und Schluchten reiche Drome Gegend dampfend aufzuheizen. Zu Füßen eines Kriegerdenkmals lassen wir uns zur Mittagsrast nieder und essen Ziegenkäse, gekochten Schinken (der ist in Frankreich was ganz Besonderes ist) und Faisselle (Mischung aus Quark und Frischkäse). Wir fahren immer weiter hinunter ins Drome Tal. 20 km vor "Die" finden wir, genau dort, wo unsere kleine Tourenstraße nach Süden abbiegt einen Campingplatz direkt am Fluss.  Es ist warm. Die Wäsche trocknet schnell. Der Campingwart hat jetzt im Mai nicht viel zu tun und bringt uns Rentnern zwei Campingstühle vorbei. Es ist beschwerlich geworden, sich auf dem Rasen zum Essen niederzulassen.  Als Tisch nehmen wir den Stromverteilungspfosten. Morgen früh geht's richtig in die Berge. Juchhe !! Sie liegen gewaltig und herausfordernd vor uns.











 

Tour Lyon - Marseille: Etappe B bis Pont En Royans

Der Himmel ist wolkenverhangen. Wir ziehen unsere Regenkleidung an. Doch es bleibt während des Tages größtenteils trocken aber es ist kühl. Durch lieblich hügelige Landschaft geht es bis Pont En Royans. Einige strake Steigungen lassen erahnen, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Ein kleiner Abstecher in ein tief eingeschnittenes Tal lohnt sich: Dort in Marmont steht eine kleine romanische Kapelle aus dem 11.Jh. und daneben ein Restaurant  mit exquisiten Kaffee. Den gotischen Dom St. Antoine widmen wir eine ganze Stunde. So viel verfallender Charme, so einsam ohne Touristen. Wir radeln durch die Gegend, die nach dem Fluss Isere genannt ist. Überall Steinacker und Walnussplantagen, so weit das Auge reicht.
Nun erreichen wir das reßende Flüsschen Bourne. Die letzten Wochen hat es viel geregnet. Aus einer Gorges schießt das wilde Wasser ins Freie. Direkt an die senkrecht abfallenden Wände, mit Holzpfählen abgestützt, hängen die Häuser von Pont En Royans über der Schlucht , fast so , als hielten sie die Brücke . Wir können uns gar nicht satt sehen an diesem Schauspiel und erwandern es aus allen Perspektiven. Die kommunale Gite liegt direkt am rauschenden Bourne. Wir kochen uns in der Küche die Spezialität der Gegend: Raveoles und essen dazu Salat und Ziegenkäse. Ein Ventoux Wein - in Erwartung an die nächsten Tage, schmeckt dazu hervorragend.











 

Tour Lyon-Marseille : Etappe A bis Penol

Die Jugendherberge in Lyon ist nur zu empfehlen. Der Ausblick über die Stadt ist gigantisch und man ist gleich in der Altstadt. Entlang der Rhone gibt es einen schönen Fahrradweg gen Süden. Überhaupt hat sich viel getan mit Fahrradspuren entlang der Straßen. Durch hügelige Landschaft und auf engen kleinen Straßen erreichen wir Penol, unsere erste Etappe nach 71km. Den ganzen Tag hat es immer mal wieder geregnet. Wir haben uns deshalb ein kleines Hüttchen auf einem Reiterhof gemietet und das war gut so, denn nachts hat es ordentlich gewittert.









Sonntag, 14. Juli 2013

Radtour von Lyon zur Cote A`zur bis Marseille Mai 2013

Unsere jährliche Tour um Ostern rum nach Südfrankreich soll dieses mal in Lyon starten. Bis dahin fahren wir von Frankfurt aus mit dem Zug. Nicht ganz so einfach mit den Rädern. (Frankfurt-Karsruhe: Sitzplatz mit Rädern bestellt; Karslruhe bis Kehl mit S-Bahn, Kehl bis Straßburg mit Rad, von Straßburg bis Lyon mit CGT und reservierten Fahrradplätzen. Im ganzen Zug ist nur Platz für 4 Räder. Also rechtzeitig bestellen ! Von Lyon aus starten wir mit den vollgepackten Rädern, fahren durch das Isere, die Drome, am Mont Ventoux vorbei in die Vaucluse, hinterm Luberon rum bis St.Tropez. Nun immer der Steilküste lang bis Marseille. Eine herrliche Tour, die mit vielen Boxenstops gut drei Wochen ausfüllt.  Wer sie als gpx haben möchte, kann sie hier herunterladen:
https://drive.google.com/file/d/0B_iOx4HGnXmYU0liM0k2d003RXM/edit?usp=sharing